Immobilien: Werden Altbauten ohne Heizungsgesetz wieder attraktiv?
München. Schlecht gedämmte Häuser mit hohen Energiekosten könnten in Zukunft wieder gefragter sein als in den vergangenen Jahren. Grund dafür ist die von der Union und der SPD in ihrem Koalitionsvertrag angekündigte Abschaffung des sogenannten „Heizungsgesetzes“ der Ampelregierung.
Die seit 2024 geltende Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), die Immobilienbesitzern vorschreibt, den Anteil erneuerbarer Energien beim Heizen deutlich zu erhöhen, gilt in der Immobilienbranche als wesentlicher Grund dafür, dass die Preise für Gebäude mit niedrigen Energieeffizienzklassen unter Druck geraten waren. Speziell werden die untersten Effizienzklassen F, G und H genannt.
„Einige Käufer dürften jetzt wieder offener sein für Objekte mit schlechter Energieeffizienz“, erwartet der bekannte Münchener Immobilienmakler Thomas Aigner von Aigner Immobilien. Dafür gilt es nach Ansicht von Experten allerdings abzuwarten, welche neuen Fördermaßnahmen die sich konstituierende Bundesregierung tatsächlich beschließt.