Immobilien: So haben sich Investmentprofis am Immobilienmarkt verzockt
Düsseldorf. Es sind Horrorzahlen aus dem hohen Norden: Die Apothekerversorgung Schleswig-Holstein muss für 2023 mehr als 50 Millionen Euro wegen riskanter Immobilieninvestments abschreiben, mehr als fünf Prozent des gesamten Anlagevermögens – und das in nur einem Jahr.
Für 2024 können die Kieler weitere Verluste nicht ausschließen. Derzeit versuchen sie mithilfe eines Beraters, die Bilanz zu stabilisieren, heißt es in dem nicht öffentlichen Geschäftsbericht, der dem Handelsblatt vorliegt.
Mit ihren Abschreibungen steht die Apothekerversorgung nicht allein da, im Gegenteil. Nach Recherchen des Handelsblatts sind diese Zahlen erst der Anfang. Insgesamt könnten für institutionelle Investoren aus Deutschland mehr als 20 Milliarden Euro in Gefahr sein. Dahinter steckt eine strukturelle Entwicklung seit dem Ende der Finanzkrise, deren Folgen sich erst nach und nach zeigen und die viele Akteure versuchen herunterzuspielen.