Immobilienbranche: Milliardendeal: Vonovia und Deutsche Wohnen werben für ihre Fusionspläne
Zusammen mit Deutsche Wohnen könnte der größte Immobilienkonzern Europas entstehen.
Foto: dpaFrankfurt. Es ist ein Milliardendeal, der bereits mehrfach gescheitert war: Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia will die Nummer zwei am Markt, die Deutsche Wohnen, übernehmen. Diesmal aber gehen beide Dax-Konzerne gemeinsam vor.
Anders als vor fünf Jahren werde die Übernahme nach Ansicht von Deutsche-Wohnen-Vorstandschef Michael Zahn die nötige Zustimmung der Aktionäre bekommen. „Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass sehr viele Aktionäre dieses Angebot annehmen werden“, sagte Zahn am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Die 18 Milliarden Euro schwere Offerte sei fair und attraktiv.
Dem Land Berlin will der fusionierte Konzern 20.000 seiner rund 150.000 Einheiten in der Bundeshauptstadt für einen Milliardenbetrag zum Kauf anbieten, wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) bestätigte. Mieterhöhungen sollen in den nächsten fünf Jahren gedeckelt werden. Von den gut 150.000 Wohnungen von Deutsche Wohnen liegen 113.000 in Großraum Berlin, bei Vonovia sind es 43.000 von mehr als 400.000.
Die Übernahme kommt nur zustande, wenn mehr als 50 Prozent der Anteilseigner von Deutsche Wohnen ihre Papiere an Vonovia verkaufen. Der Deutsche-Wohnen-Chef verwies darauf, dass es große Überschneidungen in der Aktionärsbasis beider Unternehmen gebe. Der US-Vermögensverwalter Blackrock (jeweils rund zehn Prozent) und der norwegische Staatsfonds gehören jeweils zu den größten Anteilseignern.