Immobilienkonzerne: Vonovias neues Übernahmeangebot für Deutsche Wohnen stößt auf geteiltes Echo
Der Immobilienkonzern legt den Aktionären der Deutsche Wohnen ein neues Angebot vor.
Foto: ReutersFrankfurt. Rolf Buch sucht die Entscheidung. Nur eine Woche nach der gescheiterten Übernahmeofferte für den Dax-Rivalen Deutsche Wohnen startet der Vorstandschef von Deutschlands größtem Immobilienkonzern einen neuen Anlauf, den Konkurrenten zu übernehmen. Dafür stocken die Bochumer das Angebot um einen Euro auf 53 Euro pro Aktie auf, was einem Gesamtvolumen des Deals von bis zu 18,4 Milliarden Euro entspricht. Die Chancen auf einen Erfolg des Vorhabens im nunmehr dritten Versuch stehen diesmal besser, glauben Experten.
„Das Angebot wird wohl erfolgreich sein, nachdem man nun den Hedgefonds und zögerlichen Investoren genauer zugehört hat“, prognostiziert Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). „Sollte es jetzt wieder nicht klappen, hätte das wohl auch personelle Konsequenzen“, warnte er zugleich. Dieses Risiko werde niemand bei Vonovia eingehen wollen.
In Politik und unter Investoren findet der Vorstoß zur Milliardenübernahme in der deutschen Immobilienbranche allerdings nicht nur Zustimmung. Institutionelle Investoren monieren vor allem die Höhe der Offerte. Die Übernahme sei allein im Interesse von Vonovia, kritisiert ein Fondsmanager, der namentlich nicht genannt werden möchte.