Immobilienpreise: Schützen Immobilien wirklich vor der Inflation?
Das künftige Preisniveau am Immobilienmarkt hängt auch von den Mieten ab.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Immobilienmarktprognosen der Deutschen Bank sorgen immer wieder für Aufsehen. In Boomzeiten sagten sie ein Ende der steigenden Preise voraus, zuletzt sahen sie trotz der aktuellen Korrektur langfristig steigende Immobilienwerte. In einer aktuellen Auswertung beschäftigte sich Analyst Jochen Möbert mit der Frage, ob Immobilien als Inflationsschutz dienen – und sieht das in der aktuellen Situation gegeben. „Langfristig sollten die Preise neue Höchststände erreichen können“, schreibt er.
Die Inflation wirkt laut DB Research auf zweierlei Weise auf die Hauspreise ein. Erstens erhöhten hohe Inflationsraten, wie aktuell deutlich zu sehen ist, kurzfristig die Zinsen.
Höhere Finanzierungskosten belasteten Hausbauer und Investoren und dämpften die Preise. „So hat der nominale Zinsschock, der sich seit Ende 2021 vollzogen hat, den Hauspreisboom beendet“, so der Analyst.
Zweitens aber legten Hauspreise typischerweise langfristig mit der Inflation zu. „Unser nominales Renditedreieck zeigt: Die Hauspreise stiegen von 1970 bis 2022 um mehr als 400 Prozent und die Konsumentenpreise um weniger als 300 Prozent“, schreibt Möbert. Aber auch über kürzere Zeiträume würden fallende Hauspreise nur selten vorkommen.