Bundestagswahl 2021: So soll der Gebäudesektor klimaneutral werden
Der Gebäudesektor hat für das Jahr 2020 die Klimaziele verfehlt.
Quelle: dpa
Foto: HandelsblattAuf dem Weg zur Klimaneutralität im Gebäudesektor ist noch einiges zu tun. Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung haben jedenfalls nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Als einziger von sechs Wirtschaftssektoren hat der Gebäudesektor für das Jahr 2020 die Klimaziele verfehlt.
Mit einem Sofortprogramm, das in solchen Fällen auf die Beine gestellt werden muss, um die Defizite zu beheben, sollten die Mittel für das Programm Bundesförderung energieeffizienter Gebäude (BEG) um 5,8 Milliarden Euro erhöht werden. Nach Ansicht des Expertenrats für Klimafragen, der die Wirksamkeit des Sofortprogramms überprüft, reicht das jedoch nicht aus. Es seien weitere, darüber hinausgehende Anstrengungen nötig, um die vorgegebenen Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen.
Handelsblatt Inside Real Estate hat sich im Vorfeld der Bundestagswahl bei den Parteien umgehört, mit welchen Maßnahmen sie die CO2-Emissionen senken wollen und wer die Kosten dafür tragen soll.
Daniela Wagner, Sprecherin für Stadtentwicklung bei den Grünen im Bundestag, hält eine Klima-Sanierungsoffensive bei Gebäuden für nötig. Mit einem „Aktionsprogramm Faire Wärme“ wollen die Grünen die Fördermittel für die „Wärmewende“ auf sieben Milliarden Euro erhöhen. Für Neubauten soll künftig der KfW-40-Standard gelten, was in etwa dem Passivhausstandard entspricht, und im Gebäudebestand nach Sanierung KfW 55, mit Ausnahmen für denkmalgeschützte Gebäude. Außerdem soll es eine Solardachpflicht für Neubauten und bei Bestandssanierungen geben.