Dämmung: Zellulose, Hanf und Co. als umweltfreundliche Alternativen
- Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind bislang noch ein Nischenprodukt.
- Als Material kommen etwa Holzfasern, Zellulose, Hanf oder Schafwolle infrage.
- Die nachhaltigen Stoffe sind etwas teurer als Alternativen aus Mineralien und Kunststoffen, bieten aber eine gute Ökobilanz.
Berlin. Gut fürs Portemonnaie und gut fürs Klima – diese beiden Attribute werden gedämmten Häusern zugeschrieben. Und tatsächlich: Eine solide Dämmung spart Heizkosten, energieeffiziente Immobilien erzielen höhere Verkaufspreise und Energieeinsparungen wirken sich positiv aufs Klima aus. Wie umwelt- und klimafreundlich eine Dämmung selbst ist, hängt allerdings stark vom verwendeten Material ab.
Am häufigsten nutzen Bauherren mineralische und erdölbasierte Dämmstoffe wie Steinwolle und Polystyrol (EPS). Inzwischen gibt es aber auch Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen. Ihr Vorteil: Materialien wie Holzfasern, Zellulose, Schafwolle, Hanf, Jute, Flachs, Stroh oder Seegras haben eine gute Ökobilanz und werden regional produziert.
Bislang sind sie allerdings noch weitgehend ein Nischenprodukt. Nach Schätzung der Fachagentur nachwachsende Rohstoffe (FNR) liegt ihr Marktanteil bislang bei zehn bis zwölf Prozent. Das könnte sich aber langsam ändern.
Natürliche Dämmstoffe für Dach, Außenwände und Decken
Holzfasern, Zellulose oder Hanf können überall eingesetzt werden, wo auch synthetische Dämmstoffe infrage kommen: im Dach, an Geschossdecken, an der Fassade oder bei der Dämmung von Außenwänden von innen.