Energieerzeugung: Trotz Rekordmonat weniger Strom aus erneuerbaren Energien
München. Wenig Wind, wenig Regen, dafür mehr Sonne – die Witterungsbedingungen im ersten Halbjahr 2025 haben Auswirkungen auf die Stromerzeugung gehabt. Deckten im Vorjahreszeitraum erneuerbare Energien noch 57 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland ab, waren es in diesem Jahr nur 54 Prozent.
Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen von Januar bis Ende Juni 141 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, im Vorjahreszeitraum waren es noch 149 Milliarden. Das haben das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) berechnet.
Vor allem das windschwache erste Quartal machte sich bemerkbar: Die Stromproduktion durch Windenergieanlagen auf See ging um 17 Prozent zurück, die Windenergie an Land verzeichnete ein Minus von 18 Prozent. Insgesamt deckten Windkraftanlagen knapp 23,4 Prozent des deutschen Verbrauchs ab.
Zu geringe Niederschläge hätten bei der Wasserkraft für einen größeren Rückgang gesorgt, schreibt der BDEW. Statt 11,4 Milliarden Kilowattstunden trug sie nur 8,1 Milliarden Kilowattstunden Strom bei, 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit liege die Wasserkraft auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren, heißt es.