Energiewende: In welchen deutschen Regionen Häuser wenig Emissionen ausstoßen
München. Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein und die Treibhausgasemissionen auf null reduzieren. Dazu muss insbesondere in Gebäuden der Energieverbrauch sinken. Der Westen Niedersachsens, der Südwesten Baden-Württembergs und Bayern haben eine etwas bessere Ausgangsposition, was diese Herausforderung angeht. Dort befinden sich die Gebäude mit den niedrigsten durchschnittlichen CO2-Emissionen.
Das zeigt die Studie „CO2-Faktencheck – Was der Gebäudebestand wirklich ausstößt“ vom Immobiliendienstleister Wüest Partner, die Inside Energie & Immobilien vorab vorliegt. Damit werden die Emissionen des deutschen Gebäudebestands erstmals so detailliert untersucht, dass individuelle Verbräuche abhängig von der Region und der Gebäudeart eingeordnet und verglichen werden können.
In den genannten Regionen sorgen der Studie zufolge ein stabileres Klima mit wärmeren Jahresdurchschnittstemperaturen und die Tatsache, dass dort eher neuere und energieeffizientere Gebäude stehen, für die vergleichsweise niedrigen Emissionen.
Anders sieht es in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt aus: Dort befinden sich die Gebäude mit den höchsten durchschnittlichen Treibhausgasemissionen. Gründe hierfür seien insbesondere die im Durchschnitt alten, nicht energieeffizienten Gebäude, die zudem mit ineffizienten Heizsystemen beheizt würden, heißt es in der Studie. Hinzu kommt noch die regionale Höhenlage durch den Harz und das Erzgebirge.