Ferienimmobilien: Vertrauen beim Ferienhausbau ist gut, Kontrolle ist besser
- Die Insolvenzen in der Immobilienbranche haben stark zugenommen.
- Das bedeutet auch ein höheres Risiko für Käufer von Ferienimmobilien.
- Ein Experte erklärt, wie man seriöse Bauträger im In- und Ausland findet.
Köln. Seit die Helma Eigenheimbau AG im März 2024 Insolvenz anmelden musste, stehen Hunderte Käufer vor großen Problemen. Viele haben ihre Ferienimmobilie im Ostsee-Resort Olpenitz fast vollständig bezahlt, bisher ist aber noch der Bauträger als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Das Problem: Bevor das Eigentum endlich an den Käufer übergehen kann, muss die finanzierende Bank deren Grundschuld löschen. Doch solange der Bauträger das Immobiliendarlehen nicht an die Bank zurückzahlt, verweigert das Institut diesen Schritt.
Für die Käufer ist das mehr als ärgerlich. Es zeichnet sich zwar ab, dass für die Aktivitäten der Helma Eigenheimbau AG ein Investor gefunden wurde. Auch was die Ferienimmobiliensparte angeht, zeigt man sich dahingehend optimistisch. Trotzdem kostet eine solche Insolvenz die Käufer viel Zeit, Energie und letztlich auch bares Geld. Denn während der Insolvenzphase fallen weiter Kreditzinsen und mögliche Anwaltskosten an. Statt entspannt auf dem Balkon der eigenen Ferienimmobilie zu liegen, haben die Käufer Stress und stehen vor immer neuen Kosten.