Projektentwicklung: Kleinstädte meistern die Neubaukrise besser als Großstädte
Berlin. Von der vielbeschworenen Trendwende auf dem Immobilienmarkt ist beim Neubau noch nichts zu spüren: Die Bautätigkeit in Deutschland lahmt weiterhin. Angesichts des schwächelnden Immobilienmarktes geht die Kalkulation der Projektentwickler bei vielen Bauvorhaben nicht mehr auf. Besonders deutlich zeigt sich die Krise der Projektentwicklung mit Blick auf die Baustarts.
Die sind im zweiten Quartal um 64 Prozent eingebrochen im Vergleich zum Höchststand im zweiten Quartal 2022. Im Wohnungsbau allein sind es sogar 75 Prozent. Das belegt der aktuelle Development Monitor von Bulwiengesa, der an diesem Mittwoch vorgestellt wurde. Die Immobilienexperten haben knapp 21.000 Projekte mit mindestens 1500 Quadratmetern Fläche ausgewertet, deren Fertigstellungsdatum zwischen dem Jahr 2021 und 2028 liegt.
Studienleiter Felix Embacher sagt: „Der Projektentwicklungsmarkt liegt nach wie vor brach. Besonders problematisch ist der Rückzug der Projektentwickler aus den A-Städten im Wohnungsbau – also genau dort, wo Neubau die angespannte Wohnungssituation lindern müsste.“ Die Zahl der Baugenehmigungen sank der jüngsten Erhebung des Statistischen Bundesamtes zufolge im Mai erneut – um 24,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.