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UmfrageInvestoren wandern in das Umland ab

Die Stimmung am Investmentmarkt hat sich weiter verbessert. Investoren planen den Ausbau ihrer Portfolios und nehmen B-, C- Lagen sowie das Ausland ins Auge.Domenico Sciurti 11.01.2022 - 06:15 Uhr Artikel anhören

Nach dem Boomjahr 2021 wollen Immobilieninvestoren im neuen Jahr ihre Portfolios weiter ausbauen. Eine größere Rolle werden dabei das deutsche Umland sowie Investitionen ins Ausland spielen, zeigt eine Umfrage von Engel & Völkers Investment Consulting (EVIC), die Handelsblatt Inside Real Estate exklusiv vorliegt. Auch die Bestandsoptimierung rückt in den Fokus der Befragten. Für die siebte Auflage der Umfrage mit dem Titel „Investment Pulse 2022“ interviewte das Unternehmen knapp 150 Investoren.

„Das Klima am Investmentmarkt hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert, die Branche hat gelernt, mit Covid-19 und seinen Implikationen umzugehen“, erläutert Kai Wolfram, geschäftsführender Gesellschafter bei EVIC. Im Detail haben 65 Prozent der Befragten angegeben, sich in den kommenden zwölf Monaten klar auf das Wachstum ihrer Portfolios konzentrieren zu wollen.

Immobilien im Umfeld deutscher Metropolen rücken bei den Investoren weiter in den Fokus: 63 Prozent wollen dort verstärkt ihr Geld anlegen. „Der Investitionshorizont erweitert sich in Richtung B- und C-Lagen sowie gen Ausland“, erläutert Wolfram. Die steigende Beliebtheit des Umlandes geht mit einem Interessensrückgang bei den Top-7-Standorten einher: 23 Prozent der Befragten gaben an, in diesem Jahr Investitionen in Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und München zurückschrauben zu wollen. Die Hälfte will in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern investieren. Das Ausland nehmen 31 Prozent vermehrt in den Blick.

90 Prozent planen gleich stark (47 Prozent) oder mehr (43 Prozent) auf den Bestand zu setzen als bisher. Als einen Grund gibt EVIC die zunehmende Umsetzung von ESG-Kriterien an. Das Thema Nachhaltigkeit sei im Immobilien-Alltag angekommen.

Entsprechend hat für 56 Prozent der Befragten die Implementierung von ESG-Faktoren in das Tagesgeschäft eine besondere Priorität. 63 Prozent gaben an, beim Ankauf ESG-Parameter zu berücksichtigen, 13 Prozent wollen ihr Portfolio um nicht ESG-konforme Objekte bereinigen. Am meisten Sorgen bereiten den Investoren steigende Baupreise (71 Prozent) sowie Veränderungen im Mietrecht (42 Prozent).

Unter den Assetklassen liegt das Wohnen weiter an erster Stelle. 69 Prozent der Befragten wollen in diesem Jahr vor allem hier investieren. 48 Prozent legen einen Schwerpunkt auf Logistik- und Light-Industrial-Immobilien. Hotels scheinen der Umfrage zufolge wieder vermehrt auf die Einkaufslisten der Kapitalanleger zu rücken. Immerhin will ein Fünftel hier Ankäufe realisieren. Große Unsicherheit herrscht weiterhin bei den Büroimmobilien, dennoch planen 38 Prozent der Befragten Investitionen in diesem Segment.

Größter Immobilieninvestmentmarkt hierzulande blieb 2021 mit einem Marktanteil von 43 Prozent Berlin, gefolgt von Frankfurt am Main, Hamburg und München. Das gesamte Transaktionsvolumen liegt den Berechnungen von EVIC zufolge bei rund 110 Milliarden Euro. Treiber war die Assetklasse Wohnen. Die Übernahme der Deutschen Wohnen durch Vonovia hat hier dazu beigetragen, dass sich das Transaktionsvolumen mehr als verdoppelt hat.

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