Umfrage: Weniger Menschen sparen für eine eigene Immobilie
München. Um sich den Traum von einer eigenen Immobilie zu erfüllen, legen viele Menschen jahrelang regelmäßig Geld zur Seite. Das Interesse am Sparen für Wohneigentum schwindet in Deutschland im Moment jedoch deutlich, zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts Kantar bei mehr als 2000 Bürgern über 14 Jahren. Die Befragung gibt der Verband der Privaten Bausparkassen regelmäßig in Auftrag.
Im Frühjahr dieses Jahres gaben 43 Prozent der Befragten an, für eine eigene Immobilie zu sparen. In der aktuellen Umfrage nannten nur noch 33 Prozent Wohneigentum als Sparmotiv. Das ist laut Bausparkassenverband der stärkste Rückgang seit dem Frühjahr 2008 – also zur Zeit der Finanzkrise.
„Hohe Preise für Bestandsimmobilien und Neubauten sowie gestiegene Zinsen machen den Kauf für viele unerreichbar“, sagt Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. Diskussionen über das Heizungsgesetz und die Grundsteuer würden die Verunsicherung verstärken.
Wenn die Menschen sparen, dann vor allem für die „Altersvorsorge“ (56 Prozent) und für den „Konsum“ (45 Prozent). Dahinter rangiert Wohneigentum mit 33 Prozent, noch vor der Kapitalanlage (32 Prozent).