Wohnungsbau: Was Bauen tatsächlich kostet
München. „Der Wohnungsmarkt zehrt derzeit längst von den Reserven“, schreiben die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (Arge) und das Forschungsinstitut RegioKontext im Vorwort ihrer Studie zum Wohnungsbautag 2025. Im Auftrag des Verbändebündnisses Wohnungsbau haben sie die Situation am Wohnungsmarkt untersucht.
Das Fazit: Es fehlt an Wohnungen, es wird zu wenig gebaut. Außerdem ist Bauen teuer. Der Quadratmeter einer neuen Wohnung in einer deutschen Großstadt kostete im vierten Quartal 2024 im Mittel fast 4473 Euro, zeigt die Analyse. Das sind ungefähr 48 Prozent mehr als Anfang 2020.
Der Preis bezieht sich auf den Neubau von Geschosswohnungen im mittleren Preissegment und enthält unter anderem 3589 Euro fürs eigentliche Bauwerk (plus 47 Prozent) sowie 533 Euro Baunebenkosten (plus 51 Prozent) und knapp 73 Euro für Ausstattungen wie eine Einbauküche (plus 49 Prozent).
Zu hohe Investitionskosten
Noch nicht enthalten ist der Grundstücksanteil. Dessen Kosten beziffert die Arge auf 760 Euro (plus fünf Prozent). Addiert man diesen Posten zu den Kosten für den Bau, fallen aktuell 5230 Euro Investitionskosten für einen Quadratmeter Wohnraum an. Die Studienautoren schlussfolgern angesichts der Zahlen: „Eine frei finanzierte Vermietung lässt eine monatliche Kaltmiete je Quadratmeter Wohnfläche von unter circa 17,50 Euro auf dem aktuellen Kosten- und Zinsniveau kaum mehr zu.“