Wohnungsmarkt: Indexmietverträge sind in Deutschland noch immer die Ausnahme
Berlin. Die schwarz-rote Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, Indexmieten in angespannten Wohnungsmärkten stärker zu regulieren. Deutschlandweit sind allerdings nur 2,6 Prozent aller Mietverträge Indexmietverträge. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die sich auf Daten des Ariadne-Wärme-und-Wohnen-Panels aus dem Jahr 2024 stützt.
Indexmieten können jährlich an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst werden. In den sieben größten deutschen Städten beträgt der Anteil solcher Mietverträge 4,1 Prozent. Bei Gebäuden, die ab 2014 gebaut wurden, liegt er aber deutlich höher – bei 19 Prozent. Das IW erklärt diesen Umstand damit, dass Modernisierungskosten bei solchen Verträgen nicht auf die Mieter umgelegt werden können. Deshalb seien Indexmieten vor allem für Vermieter neuerer Gebäude attraktiv.