Trendviertel 2022: Die Immobilienpreise in Nürnberg und Erlangen steigen zweistellig
Besonders Wohngegenden in und um die historische Altstadt Nürnbergs sind sehr gefragt.
Foto: ? Sandra Raccanello/SIME/SchapowalowMünchen. Es ist eine kritische Distanz mit Tradition. Seitdem Napoleon vor mehr als 200 Jahren große Teile Frankens dem südlich gelegenen Bayern zuschlug, sind sich die beiden unterschiedlichen Regionen des Freistaats in einer Mischung aus Abneigung, Missgunst und offener Frotzeleien verbunden.
Im Süden dominiert selbstbewusst die internationale Wirtschaftsmetropole München, im Norden erschließen sich die vielen positiven Entwicklungen dem Außenstehenden oft erst auf den zweiten Blick.
Zu Unrecht, wie Steffen Metzner, der das Research beim Immobilieninvestor Empira leitet, in einer neuen Erhebung festgestellt hat. „Der Großraum Nürnberg liegt bei der wirtschaftlichen Dynamik deutlich über vergleichbaren mittelgroßen Städten in Deutschland.“ Das untermauern schon wenige Zahlen.
In den elf kreisfreien Städten und 23 Landkreisen, die sich Mitte der Nullerjahre zur Metropolregion Nürnberg zusammengeschlossen haben, gibt es zwei Millionen Erwerbstätige. Die haben zuletzt ein Bruttoinlandsprodukt von 151 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Exportquote liegt bei 49 Prozent, nur 5,6 Prozent der Menschen waren zuletzt arbeitslos. Nur in München und Stuttgart waren es im innerdeutschen Vergleich weniger.