Umfrage: Deutschlands Hauskäufer werden bescheidener
Das Einfamilienhaus ist nach wie vor der Traum der Deutschen. Es darf inzwischen aber etwas kleiner ausfallen.
Foto: IMAGO/Hans BlosseyDüsseldorf. Die neue Realität auf dem Wohnimmobilienmarkt ist in den Köpfen der Bundesbürger angekommen. Gestiegene Darlehenszinsen, hohe Energie- und Materialkosten, Rezessionssorgen und politische Unwägbarkeiten wiegen schwerer als zuletzt deutlich gesunkene Preise für gebrauchte Häuser und Wohnungen.
Deshalb haben viele den Traum von den eigenen vier Wänden vorerst verschoben. Das zeigt die am Mittwoch veröffentlichte Interhyp-Wohntraumstudie 2023. Befragt wurden bundesweit 2000 Personen zu ihren Bedürfnissen und Wünschen rund um die individuelle Wohnsituation.
„Wir sehen eine große Verunsicherung und eine gewisse Starre auf der einen Seite“, sagt die Vorständin des Baufinanzierers Interhyp, Mirjam Mohr. Denn 42 Prozent der Menschen wünschen sich zwar eine veränderte Wohnsituation, verharren aber in ihrer derzeitigen Lage.
Andererseits zeige die Befragung, dass die Sehnsucht nach einem eigenen Zuhause nach wie vor groß sei. Immerhin 70 Prozent der Mieterinnen und Mieter haben nach wie vor den Wunsch, irgendwann einmal im Eigentum zu leben.
Die allgemeine finanzielle Mehrbelastung, die 58 Prozent der Befragten zu spüren bekommen, dämpft allerdings die Erwartung, sich diesen Traum rasch erfüllen zu können. Auch die schwierige Lage auf dem Immobilienmarkt, von der sogar 84 Prozent sprechen, hält Käufer zurück.