Wohneigentum: Bericht der Bundesbank: Immobilienpreise sind in den Städten bis zu 30 Prozent zu hoch
Mieter mussten zuletzt tiefer in die Tasche greifen.
Foto: Paul Langrock/Zenit/laifFrankfurt. Die Entwicklung der Immobilienpreise beobachtet die Bundesbank aufmerksam – aus gutem Grund: „Aktuellen Schätzergebnissen zufolge lagen die Preise in den Städten nach wie vor zwischen 15 Prozent und 30 Prozent über dem Wert, der durch demografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angezeigt ist“, heißt es im aktuellen Monatsbericht der Notenbank.
Der breit angelegte, kräftige Preisauftrieb bei Wohnimmobilien in Deutschland habe sich während der Coronavirus-Pandemie fortgesetzt. Regionen außerhalb der Städte hätten ebenfalls weiter an Attraktivität gewonnen.
Andere Experten hatten bereits aufgezeigt, dass die Corona-Pandemie den seit Jahren anhaltenden Preisanstieg bei Wohnimmobilien allenfalls kurzzeitig gebremst hatte. Insgesamt erhöhten sich die Preise für selbst genutztes Wohneigentum im Berichtsjahr gemäß Angaben des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent, nachdem sie im Vorjahr um 6,8 Prozent gestiegen waren.
Dieser Preisanstieg – der zwar nicht so deutlich wie in den Jahren 2015 bis 2018, aber doch stärker als 2019 ausfiel – sei womöglich auf das neue Verhältnis der Deutschen zu ihren eigenen vier Wänden durch die Pandemie zurückzuführen, mutmaßt die Bundesbank nun.