Aktien: Mehr als fünf Prozent Dividendenrendite: Die Allianz und ihre Konkurrenten im Vergleich
Ermittlungen in den USA wegen Hedgefondsverlusten bei der Allianz-Tochter sorgen derzeit für Unruhe.
Foto: imago stock&peopleFrankfurt. Wo gibt es noch eine laufende Rendite von fünf oder sechs Prozent? Bei den Versicherern: als Dividendenrendite für die Aktionäre.
Viele Finanzprofis halten die Allianz-Aktie daher für ein gutes Investment: Der Versicherer ist im operativen Geschäft breit aufgestellt, gilt als verlässlicher Dividendenzahler und ist derzeit recht günstig bewertet.
Wären da nicht die möglichen Schadensersatzforderungen aus den USA: Anfang August berichteten die Münchener über Ermittlungen des US-Justizministeriums rund um hohe Kursverluste bei einer Tochter von Allianz Global Investors (AGI). Dann machten Meldungen die Runde, dass sich auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin den Fall genauer anschaut. Nun deuten sich sogar erste personelle Konsequenzen an: Jacqueline Hunt, für die Vermögensverwaltung zuständiges Vorstandsmitglied, könnte möglicherweise ihren bis Ende 2022 laufenden Vertrag vorzeitig beenden, hieß es am Montag.
Die aktuellen Entwicklungen führten dazu, dass Berenberg-Analyst Michael Huttner die Allianz-Aktie vor Kurzem von „Kaufen“ auf „Halten“ herabstufte. Sein Kursziel von 254 Euro behielt er zwar bei, empfahl aber, sich auch bei der Konkurrenz umzuschauen.