Aktionäre: Aufstand gegen virtuelle Hauptversammlungen
Doch es regt sich Widerstand gegen die virtuelle Hauptversammlung. Der einflussreiche Aktionärsberater ISS will Siemens wieder zu Präsenz-Hauptversammlungen zwingen.
Die Beratungsfirma empfiehlt den Aktionären des Münchner Technologiekonzerns, auf der Hauptversammlung am 13. Februar 2025 gegen die Ermächtigung zu stimmen, die bis 2027 virtuelle Hauptversammlungen ermöglichen würde. Grundsätzlich sollte diese Art der Aktionärstreffen nicht zur Regel werden, betont ISS in seinen neuen Richtlinien.
Ingo Speich, Experte für gute Unternehmensführung beim Sparkassen-Wertpapierhaus Deka und regelmäßiger Redner auf Hauptversammlungen, sieht eine Trendwende: „Die Entwicklung hin zu virtuellen Hauptversammlungen ist erst einmal gestoppt“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.
„Wir werden vor allem im nächsten Jahr zunehmend Präsenz-Hauptversammlungen im Dax sehen.“ Nur so hätten die Unternehmen die Chance, die nötige Zustimmung der Investoren zum virtuellen Format zu erhalten.