CAC 40: Wie steht es um den schlechtesten Aktienmarkt in Europa?
Frankfurt. Bis Mitte Mai war die Welt für Aktionäre in Frankreich noch in Ordnung. Der französische Leitindex CAC 40 eilte – wie viele andere europäische Aktienindizes – von Rekord zu Rekord. Doch der Schock nach dem Rechtsruck bei den Europawahlen im Juni und den von Präsident Emmanuel Macron überraschend ausgerufenen Neuwahlen hat tiefe Spuren an der Börse hinterlassen.
Die danach folgende Hängepartie, bei der Macron sich beinahe zu weigern schien, einen neuen Regierungschef einzusetzen, drückte zusätzlich auf die Stimmung. Seither ist es zwar gelungen, mit Michel Barnier einen Kandidaten zu finden. Aber noch ist ungeklärt, ob der mit dem Parlament zusammenarbeiten und Politik gestalten kann.
Das alles hat dazu geführt, dass die Börse Paris zurzeit weit hinter anderen Aktienmärkten zurückliegt. Von seinem Mitte Mai erreichten Allzeithoch von 8259 Punkten liegt der CAC 40 rund zehn Prozent entfernt. Auch die bisherige Jahresbilanz ist mit einem kleinen Minus von 1,6 Prozent negativ. Damit ist der CAC 40 im bisherigen Jahresverlauf der mit Abstand schlechteste Index in Europa.