Kein Covid-Impfstoff: Curevac-Neuausrichtung lässt Aktie um bis zu 15 Prozent abrutschen – Was Anleger lernen können
Das biopharmazeutische Unternehmen Curevac stoppt die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes.
Foto: imago images/ULMER PressebildagenturDüsseldorf. Die Neuausrichtung des Tübinger Unternehmens Curevac kommt an der Börse nicht gut an. Die Aktien rutschten nach dieser Nachricht anfangs um mehr als 15 Prozent ab und notierten am Dienstagmittag bei rund 32 Euro. Zum Handelsende betrug das Minus noch knapp acht Prozent.
Das Biotech-Unternehmen gibt seinen Covid-Impfstoff auf und will sich stattdessen verstärkt auf das Nachfolgeprodukt und die Allianz mit Glaxo-Smithkline konzentrieren. De facto wird Curevac damit ein Biotech-Unternehmen, das sich noch in der Frühphase seiner Entwicklung befindet. Keinen Einfluss hatte die Nachricht auf den Aktienkurs des ehemaligen Kooperationspartner Bayer, der den Impfstoff in großer Stückzahl produzieren sollte. Das Bayer-Papier blieb 1,8 Prozent im Minus.
Das Beispiel der Curevac-Aktie zeigt, wie risikoreich Papiere von Impfstoffherstellern sind. Nach dem erfolgreichen Börsengang im August des vergangenen Jahres an der US-Technologiebörse Nasdaq verdoppelte sich der Kurs recht schnell. Am 9. Dezember 2020 erreichte das Papier mit 120,82 Euro sein Rekordhoch. Danach ging es deutlich bergab.