Online-Dienstleistung: Diese Chancen bieten Salesforce und Co. jetzt noch
Köln. Je höher die Erwartungen, desto größer die Enttäuschung – das musste in den vergangenen Wochen auch das Software-Unternehmen Workday lernen. Es vertreibt Personal- und Finanzdienstleistungen. Der US-Konzern bietet Software as a Service (SaaS) an, verkauft also seine Dienstleistung online in Form von Lizenzen. Trotz vielversprechender Quartalszahlen gab der Aktienkurs nach. Die Geschäftsführung hatte ihre Prognose für das Gesamtjahr gesenkt.
So wie Workday erging es einer ganzen Reihe von SaaS-Aktien: Die Entwicklungsplattform Gitlab verlor an der Börse, genauso wie die Automatisierungssoftware Ui Path.
Stephan Kemper, Chefstratege bei BNP Paribas Wealth Management, fasst die aktuelle Entwicklung so zusammen: „Die letzten Quartalszahlen des Subsektors waren nicht schlecht. Aber der Ausblick war eher vorsichtig und konnte die hohen Erwartungen, die im Vorfeld der Zahlen eingepreist wurden, nicht erfüllen.“
SaaS: Schwieriges Neukundengeschäft
Viele Kunden dieser Unternehmen hätten ihre Software bereits während der Pandemie auf den neuesten Stand gebracht. Das erschwere das Neukundengeschäft. Auch die ausbleibenden Zinssenkungen in den USA sowie die US-Wahlen dämpften die Nachfrage, weil „Unternehmen bei langfristigen Software-Entscheidungen aktuell eher zurückhaltend sind“, erklärt er.