Aktienmarkt: „Menschen haben schon oft vom Niedergang der USA gesprochen“
New York. Trotz aller Sorgen rund um den Handelskonflikt und ungeachtet der Zunahme geopolitischer Spannungen und Befürchtungen einer Blase bei Künstlicher Intelligenz (KI) hat die Wall Street 2025 das dritte Jahr in Folge zweistellige Renditen eingefahren. Der breite US-Aktienindex S&P 500 beendete das Börsenjahr mit einem Plus von 16,4 Prozent.
Andere Märkte entwickelten sich aber stärker, etwa der Weltaktienindex ohne die USA (MSCI World ex USA), der einen deutlich größeren Kurssprung von 28,6 Prozent verzeichnete. Für einen Abgesang auf den US-Aktienmarkt gibt es aus Sicht von Goldman Sachs bisher jedoch keinen Grund.
Sharmin Mossavar-Rahmani leitet seit 25 Jahren die Investment Strategy Group (ISG), die für die reichsten Kunden der US-Bank ab einem investierbaren Vermögen von zehn Millionen Dollar Strategien zur Vermögensverwaltung entwickelt. Der Bereich managt Vermögen in einem Umfang von rund 1,8 Billionen Dollar. Im Gespräch mit dem Handelsblatt und internationalen Medien in New York gab Mossavar-Rahmani am Freitag ihre Einschätzung für 2026 – und äußerte sich auch deutlich dazu, für wie gefährdet sie die Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält.