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RusslandMoskauer Börse soll Staatsanleihen erstmals in Yuan ausgeben

Die Bonds sollen zwischen drei und sieben Jahre lang laufen. Wie hoch das Volumen genau sein wird, wird Anfang Dezember bekannt. Insidern zufolge plant der Staat mit einem Milliardenvolumen. 14.11.2025 - 07:52 Uhr Artikel anhören
Der Kreml in Moskau: Erstmals sollen Anleihen in der chinesischen Währung ausgegeben werden. Foto: AFP

Moskau. Russland will am 8. Dezember erstmals auf dem heimischen Markt Staatsanleihen in der chinesischen Währung Yuan verkaufen. Die Papiere mit Laufzeiten zwischen drei und sieben Jahren sollen eine Anlagemöglichkeit für die großen Yuan-Bestände schaffen, die sich bei Exporteuren und Banken aus den russischen Energieverkäufen nach China angesammelt haben.

Dies teilte das Finanzministerium am Mittwoch in Moskau mit. Die Platzierung werde von den heimischen Banken Gazprombank, Sberbank und VTB Capital organisiert.

Das genaue Volumen der Emissionen soll nach Schließung der Orderbücher am 2. Dezember festgelegt werden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von Insidern erfuhr, plant das Ministerium bis zu vier Emissionen im Gesamtumfang von bis zu 400 Milliarden Rubel (rund 4,3 Milliarden Euro). Anleger können die Anleihen sowohl in Yuan als auch in Rubel bezahlen und auch die Zinszahlungen in beiden Währungen erhalten.

Finanzminister Anton Siluanow hatte im Mai erklärt, 90 Prozent des gesamten Handels zwischen Russland und China werde in Rubel und Yuan abgewickelt. Der Handel zwischen den beiden Ländern erreichte im vergangenen Jahr ein Rekordvolumen von 245 Milliarden Dollar.

Die Anleihen sollen an der Moskauer Börse (MOEX) ausgegeben werden, die wegen des Überfalls auf die Ukraine unter westlichen Sanktionen steht. Daher sind sie für die meisten ausländischen Investoren unzugänglich, auch für solche aus China und anderen asiatischen Ländern.

Russland verhandelt seit Längerem mit China über die Schaffung einer Finanzbrücke zwischen den Märkten beider Länder. Damit sollen chinesische Anleger Zugang zu russischen Vermögenswerten erhalten, ohne von westlichen Aufsichtsbehörden überwacht zu werden. Die Verhandlungen haben bisher jedoch zu keinem Ergebnis geführt.

Erstpublikation: 12.11.2025, 13:46 Uhr.

rtr
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