Börse: Durch Vertrauensfrage in Frankreich drohen weitere Marktturbulenzen
Paris, Düsseldorf. Investoren sind seit Monaten auf die USA und die Kapriolen von Donald Trump fokussiert. Doch im Schatten dessen hat sich in Frankreich ein Risiko aufgebaut, das ebenfalls das Potenzial hat, für Kursausschläge am Finanzmarkt zu sorgen: Dort droht die Regierung zu zerbrechen.
John Taylor, europäischer Anleihechef beim Vermögensverwalter Alliance Bernstein, erklärt: „Der Markt scheint das finanzpolitische Risiko, das von Frankreich ausgeht, unterschätzt zu haben.“ Frankreichs Premierminister François Bayrou hat für den 8. September eine Vertrauensabstimmung im Parlament beantragt, um über umfassende Haushaltskürzungen abstimmen zu lassen.
Es ist unwahrscheinlich, dass Bayrou diese Abstimmung gewinnt. Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners warnt: „Ein Aus der Regierung könnte in Frankreich eine längere politische Unsicherheit mit sich bringen. Und das kann sich ein hochverschuldetes Land nicht leisten.“