„150.000 Dollar bis zum Jahresende“: Wie das Halving den Bitcoin-Kurs treibt
Denver, Düsseldorf, Frankfurt. Jeff Miller hat die schlechten Zeiten schon fast vergessen. Der Blockchain-Programmierer trägt wieder gerne sein Bitcoin-T-Shirt, so wie auf einer Kryptomesse in Denver vor wenigen Tagen.
Schlechte Zeiten, die herrschten für den Mitte Dreißigjährigen Ende 2022, als der Bitcoin-Kurs bei 16.000 Dollar lag. Damals hatte sich Miller, der seinen richtigen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen will, fest vorgenommen: „Ich verkaufe ein paar Bitcoin, wenn die Preise wieder anziehen.“
Doch davon will der Zwei-Meter-Mann heute nichts mehr hören. Der Bitcoin-Kurs vervierfachte sich seitdem auf rund 69.000 Dollar. „Jetzt verkaufen? Das wäre doch irre. So kurz vor dem Halving bleibe ich auf jeden Fall investiert.“
Warren Buffett zu Bitcoin: „Rattengift im Quadrat“
Das sogenannte Halving ist gerade das Triggerwort in der Kryptowährungsszene. Dahinter verbirgt sich eine wichtige Umstellung in der Bitcoin-Software, die alle vier Jahre vorgesehen ist – und die in wenigen Wochen vollzogen wird.
Bitcoin werden von vielen Geldprofis misstrauisch beäugt. Investorenlegende Warren Buffett bezeichnete sie einst als „Rattengift im Quadrat“ – ihm fehlt es bei Kryptowährungen an der wirtschaftlichen Grundlage. Bei Unternehmen ist er es gewohnt, Cashflow und Schuldenstand zu beurteilen und Rückschlüsse auf den künftigen Aktienkurs zu ziehen. Beim Bitcoin geht das nicht. „Bei Kryptowährungen insgesamt kann ich mit hoher Sicherheit sagen, dass es ein schlimmes Ende nehmen wird“, attestierte Buffett bereits 2018.