Deutschland: Deshalb schreibt die Bundesbank trotz Goldreserven rote Zahlen
Frankfurt. Die Bundesbank profitiert vom hohen Goldpreis. Ihre Goldreserven sind nach Berechnungen des Handelsblatts im abgelaufenen Jahr um ungefähr 72 Milliarden Euro im Wert gestiegen. Ihr Goldschatz, der weltweit zweitgrößte nach dem der USA, dürfte somit Ende 2024 schätzungsweise 273 Milliarden Euro wert gewesen sein.
Die Bundesbank wollte sich dazu nicht äußern, sondern verwies auf die Vorlage ihres Geschäftsberichts am 25. Februar. Ihr kommt zugute, dass Gold auf Euro-Basis im Jahr 2024 außergewöhnlich viel teurer wurde – um rund 35 Prozent. Der Wertzuwachs ihrer Goldreserven entspricht in etwa der jährlichen Wirtschaftsleistung im Bundesland Thüringen.
Das wird jedoch nicht verhindern, dass die Bundesbank abermals einen Jahresverlust in Milliardenhöhe ausweist. Ihre Bilanz dürfte zwar nicht so tiefrot ausfallen wie im Jahr 2023, als ein Rekordverlust von 21,6 Milliarden Euro zu Buche stand. Doch ihre verbliebenen Rücklagen von 0,7 Milliarden Euro werden kaum reichen, um die Verluste aufzufangen.
Milliardenverluste trotz Goldrausch – wie passt das zusammen?