Devisen: Die fünf Konsequenzen der taumelnden türkischen Lira
Kräftige Abwertung.
Foto: dpaFrankfurt. Die türkische Lira taumelt von Rekordtief zu Rekordtief. Der Dollar steigt im Gegenzug auf ein Rekordhoch von 7,955 Lira, der Euro sogar auf 9,3662 . Bemühungen der Notenbank, am Devisenmarkt einzugreifen, laufen mittlerweile ins Leere, und auch die überraschende Zinserhöhung im September scheint inzwischen verpufft zu sein.
Der Verfall der Landeswährung bringt das Nato-Mitglied zunehmend in Bedrängnis. Allein seit Jahresauftakt hat die Lira fast ein Drittel verloren – binnen eines Jahrzehnts sind es mehr als 80 Prozent.
Neben den vielen Problemen des Landes mit den zahlreichen geopolitischen Spannungen gibt seit einigen Tagen eine interessante Entwicklung: Laut der Commerzbank hat Birol Aydemir, vormals Chef des türkischen Statistikamts Turkstat, öffentlich behauptet, dass die amtlichen türkischen Daten „frisiert würden“ und das Statistikamt keine wirklich unabhängige Institution sei.
Konkret warnte er, manipulierte Daten würden letztlich zu einem gefährlichen Abgleiten in den vollständigen Einbruch führen. Zur Einordnung: Aydemir gründete im März eine neue Partei und zählt zur Opposition zur Regierungspartei AKP.