Geld: Diese Währung profitiert vom Wertverlust des Dollars
Frankfurt. Spekulative Investoren setzen immer stärker auf einen Wertverfall des US-Dollars. Das geht aus Daten der US-Terminbörse CFTC hervor, die die Devisenmarktexperten der DZ Bank ausgewertet haben.
Demnach sind die sogenannten Netto-Short-Positionen auf 12,6 Milliarden Dollar gewachsen. Mit diesen Positionen setzen Finanzinvestoren darauf, dass der US-Dollar gegenüber Euro, japanischem Yen oder Schweizer Franken an Wert verliert.
Die CFTC-Daten geben Aufschluss darüber, wie sich spekulative Investoren wie Hedgefonds kurzfristig an den Devisenmärkten positionieren. Wenn wie aktuell das Volumen von Wetten auf einen fallenden Dollar das Volumen der Wetten auf einen steigenden Dollar übersteigt, spricht das dafür, dass Finanzinvestoren mehrheitlich mit einem weiteren Wertverfall der US-Währung rechnen.
Die Daten deuten zudem auf einen plötzlichen Stimmungsumschwung der Investoren hin. Noch Mitte März war das Volumen der Long-Positionen im Dollar etwa gleich hoch wie das Volumen der Short-Positionen. Die Gruppe der Finanzinvestoren war also insgesamt neutral positioniert.
Ende Januar überstiegen die Wetten auf einen steigenden Dollar die Short-Positionen noch deutlich um 33,6 Milliarden Dollar. „Es war eine wilde Woche für den Dollar“, schreiben die Devisenmarktexperten der DZ-Bank. Der Kurs der US-Währung gegenüber Euro, Yen und Franken sei „hin- und hergerissen zwischen angeblichen Durchbrüchen und Dementis bei diversen handels- und sicherheitspolitischen Gesprächen auf höchster Ebene“.
Von der Unsicherheit an den Finanzmärkten und der hohen Nachfrage nach sicheren Anlagen hat zuletzt besonders eine Währung profitiert.