Goldpreis-Prognose: Klettert der Goldpreis 2023 auf Euro-Rekordhoch?
Notenbanken treiben die Edelmetallnachfrage.
Foto: dpaZürich. Der Goldmarkt dürfte auch im kommenden Jahr maßgeblich von den Notenbanken beeinflusst werden. Davon gehen die Experten des Edelmetallverarbeiters Heraeus aus. Die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve bestimmt die Stärke des Dollars und wird damit auch zum wichtigsten Faktor beim Goldpreis, sagt Henrik Marx, Chefhändler bei Heraeus. „Die Richtung des Dollars ist entscheidend für zukünftige Kursgewinne von Gold.“
Ein Mix aus steigenden Zinsen und fallenden Inflationsraten könnte den Goldpreis belasten. Doch sollte die US-Notenbank überraschend das Tempo ihrer Zinsanhebungen verlangsamen oder diese ganz aussetzen, dürfte das Edelmetall profitieren, sagt Marx: „Infolgedessen könnte sich der Dollar abschwächen und die Anleiherenditen fallen, was einen höheren Goldpreis unterstützen sollte.“
Als Höchstwert im kommenden Jahr geben die Heraeus-Experten die Marke von 1900 Dollar pro Feinunze (rund 31,1 Gramm) aus. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von acht Prozent.
Euro-Anleger können auf ein neues Rekordhoch für das Edelmetall hoffen. Dieses liegt bei 1870 Dollar pro Unze und damit rund zehn Prozent über dem aktuellen Preis. „Es ist nur eine kleine Rally nötig, um Gold in Euro in die Region des Allzeithochs zu bringen.“