Krypto-Währungen: Warum Ethereum gegenüber Bitcoin an Bedeutung gewinnt
Noch sind mehr Bitcoin als Ethereum im Umlauf. Aber das könnte sich ändern.
Foto: ReutersFrankfurt. Der Preis des Bitcoins schien sich am Donnerstagmittag in der Nähe von 30.000 Dollar zu stabilisieren, nachdem er im März kurzzeitig sogar unter 20.000 Dollar gerutscht war. Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, die zusätzlich Programmierungen wie automatisierte Zahlungen ermöglicht, zeigte ähnliche Kursbewegungen und lag am Donnerstag bei knapp 1900 Dollar je Ether.
Die Preisbewegungen der zinslosen Kryptowährungen reflektieren im Wesentlichen die Zinserwartungen am Kapitalmarkt: Rechnen Anleger mit höheren Zinsen, etwa, weil die Notenbanken Inflation stärker bekämpfen müssen, sinkt der Kurs. Geht die Zinsangst zurück, ist wieder mehr Spielraum nach oben.
Die DZ Bank vertritt in einer neuen Studie die These, dass Ethereum langfristig Bitcoin als Nummer eins der Kryptowelt ablösen könnte. Sie begründet das vor allem mit einem erfolgreichen Update des Mining-Systems Mitte April. Damit wurde der Umstieg von Ethereum auf das neue Konsens-System „Proof-of-Stake“ abgeschlossen, das nur einen Bruchteil der Energie von „Proof of Work“ braucht, auf dem Bitcoin nach wie vor beruht.