Kryptowährung: Bitcoin-Kurs stürzt ab – Kommt jetzt der Crash oder die Jahresendrally?
Düsseldorf. Der Bitcoin setzt seinen Kurssturz fort. Nachdem die wichtigste Kryptowährung am Mittwoch bereits knapp 13 Prozent abgestürzt ist, ging es auch am Donnerstag weiter nach unten. Zuletzt kostete ein Bitcoin rund 5600 Dollar, nachdem der Preis zwischenzeitlich bis auf 5495 Dollar abgesackt war, wie Daten des Analysehauses Coinmarketcap zeigen. Der Kurs ist damit auf ein neues Jahrestief gefallen.
Neben dem Bitcoin gaben auch zahlreiche andere virtuelle Münzen nach, darunter Ethereum um mehr als zwölf Prozent, Ripple um über neun Prozent und Bitcoin Cash ebenfalls um knapp zwölf Prozent. Erst am frühen Freitagmorgen stabilisierten sich die Kurse und notierten fast unverändert.
Bitcoin Cash sollte am Donnerstag in zwei Coins getrennt werden. Grund ist ein Streit um die Weiterentwicklung des Bitcoin-Konkurrenten. Möglich macht das eine sogenannte „hard fork“, eine Aufspaltung der zugrundeliegenden Blockchain-Datenbank. Diesen Plan machten denn auch viele Analysten für die jüngste Kursschwäche verantwortlich.
„Anleger zeigen sich derzeit spürbar verunsichert. Erinnerungen vom Jahresanfang werden damit wach, als Bitcoin und Co. ebenfalls zweistellige Verluste am Tag verkraften mussten“, kommentierte Analyst Timo Enden von Emden Research. Anleger trauten sich auch nach dem Kursrutsch nicht, zuzugreifen, um einen „Griff in das fallende Messer zu vermeiden.“ Die Marktlage bleibe unübersichtlich und angespannt.