Öl: Insider: Opec plus dürfte Förderkürzungen nicht weiter verschärfen
Anfang Oktober 2022 hatten die Länder bereits die Kappung der Produktion um zwei Millionen Fass pro Tag vereinbart.
Foto: dpaLondon, Dubai. Die in der Opec plus zusammengeschlossenen Öl-Förderländer werden nach Angaben von Insidern bei ihrem Treffen am Wochenende trotz zuletzt gesunkener Ölpreise wohl keine weitere Verknappung des Angebots beschließen. Stand heute sei eine weitere Kürzung unwahrscheinlich, sagten vier Personen aus dem Umfeld der Opec, die namentlich nicht genannt werden wollten.
„Aber wie immer kann sich alles ändern, je nachdem, in welcher Stimmung einige sind“, sagte einer der Insider. Zwei andere sagten, es sei noch zu früh, um sich über das Ergebnis des Treffens sicher zu sein. Die Opec hat in der Vergangenheit die Märkte mit ihren Beschlüssen wiederholt überrascht.
Die Opec plus, in der die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und andere Förderer wie etwa Russland zusammengeschlossen sind, produziert rund 40 Prozent des weltweiten Angebots. Ihre Entscheidungen können unmittelbar Auswirkungen auf den Ölpreis haben. Dieser ist in den vergangenen zwölf Monaten von etwa 120 Dollar pro Fass (159 Liter) auf etwa 70 Dollar abgesackt. Das ist für Länder wie Russland schmerzlich, die einen Großteil ihrer Einnahmen durch den Ölexport erwirtschaften.