Öl: Opec plus hält Förderung stabil und will internen Konflikt lösen
Frankfurt. Die Opec plus hat bei ihrem Treffen am Sonntag nicht nur bestätigt, dass sie das Ölangebot im ersten Quartal 2026 stabil hält. Vor allem einigten sich die Mitglieder des erweiterten Ölkartells auf einen neuen Mechanismus, um die maximale Förderkapazität der jeweiligen Mitgliedstaaten zu bewerten. Der Schritt soll einen anhaltenden Konflikt innerhalb der Allianz entschärfen.
Ein unabhängiges US-Beratungsunternehmen soll künftig ermitteln, wie viel Öl ein Land innerhalb von 90 Tagen maximal fördern und anschließend ein Jahr lang halten kann. Diese Kennzahl, die sogenannte Maximum Sustainable Capacity (MSC), wird zur Grundlage, um die Förderquoten der Mitgliedstaaten für 2027 festzulegen.
Für 19 der 22 Opec-plus-Mitglieder übernimmt das in Dallas ansässige Unternehmen DeGolyer and MacNaughton Corp. die Bewertung, für Russland und Venezuela ein indisches Unternehmen. Der Iran nimmt einen Durchschnittswert seiner Produktion im August, September und Oktober.
Investitionen werden belohnt
Der Bewertungsprozess soll Anfang des kommenden Jahres beginnen und im September abgeschlossen sein – und danach jährlich wiederholt werden. „Ziel dieses neuen Mechanismus ist es, Mitgliedstaaten zu belohnen, die in den vergangenen Jahren in neue Kapazitäten investiert haben oder die investieren wollen“, sagte UBS-Ölanalyst Giovanni Staunovo.