Reserven: Muss die Bundesbank um ihr Gold in den USA bangen? – „Trump ist unberechenbar“
Frankfurt, Berlin. Gut 1,2 Tonnen Gold der Bundesbank lagern im Tresor der Federal Reserve in New York. Doch mit einem US-Präsidenten Donald Trump im Weißen Haus nehmen die Forderungen in Deutschland zu, die Goldreserven aus New York abzuziehen.
Die US-Regierung sei nicht mehr der verlässliche Partner, der sie einmal war, sagt der Europaabgeordnete Markus Ferber (CSU) der Nachrichtenagentur Reuters. „Trump ist unberechenbar, und man kann nicht ausschließen, dass er kreative Ideen entwickelt für den Umgang mit ausländischen Goldreserven.“
Die Bundesbank müsse auf die neuen geopolitischen Realitäten reagieren. „Bei den Goldreserven ist Diversifikation entscheidend. Es ist nie ratsam, alle Eier in zu wenigen Körben zu haben.“
Die Bundesbank verfügt mit 3352 Tonnen über den zweitgrößten Goldschatz der Welt, nach den USA. Sein Wert lag zum Jahresende 2024 bei mehr als 270 Milliarden Euro, und inzwischen hat der Goldpreis noch zugelegt.
Großer Teil der Goldreserven lagert in den USA
Rund 37 Prozent der deutschen Goldbestände lagern in den Hochsicherheitstresoren der Fed in New York. Mit 51 Prozent liegt der Großteil in Frankfurt, rund zwölf Prozent werden von der Bank of England in London aufgehoben.