Konjunktur: Japans Kerninflation verlangsamt sich im Juni
Tokio. In Japan hat sich die Kerninflation im Juni verlangsamt. Dennoch blieb sie über dem Zielwert der Zentralbank von zwei Prozent, was auf einen anhaltenden Preisdruck hinweist. Wie am Freitag aus Regierungsdaten hervorging, stieg der landesweite Kern-Verbraucherpreisindex (CPI), der die volatilen Kosten für frische Lebensmittel ausschließt, im Juni um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entsprach damit einer mittleren Marktprognose.
Der Anstieg fiel geringer aus als im Mai (3,7 Prozent), was vor allem auf die Wiederaufnahme der Kraftstoffsubventionen zurückzuführen ist, die den Haushalten helfen sollen, die höheren Lebenshaltungskosten zu verkraften.
Ein separater Index, bei dem sowohl die Kosten für frische Lebensmittel als auch für Kraftstoffe herausgerechnet werden und der von der Bank of Japan (BOJ) als Maßstab für die von der Inlandsnachfrage abhängigen Preise genau beobachtet wird, stieg im Juni um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem er im Mai um 3,3 Prozent gestiegen war.
Der Preis für Reis – ein zentraler Treiber der Inflation in diesem Jahr – hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiterhin verdoppelt. Die stark gestiegenen Kosten für das Grundnahrungsmittel haben landesweit Aufmerksamkeit erregt und die Regierung unter Ishiba gezwungen, eine Reihe beispielloser Maßnahmen zu ergreifen, darunter die Freigabe von Notreserven.