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  5. Asien-Börsen brechen Rally mit Blick auf Chinas Konjunktur und Powell-Aussagen ab

Börse AsienAsien-Börsen kühlen nach starken Zuwächsen ab

Die mit Spannung erwartete Zinsentscheidung in China lieferte keine neuen Impulse. Die Börse in Shanghai beendete vorerst ihre Rally. 19.06.2023 - 09:34 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Auch japanische Anleger zeigten sich zum Wochenstart vorsichtig.

Foto: AP

Tokio. Nach dem stärksten Wochengewinn seit fünf Monaten halten sich Anleger in Asien zum Wochenauftakt zurück. Zunehmend richtete sich der Blick nach China, wo Investoren eine Zinssenkung erwarteten. Zugleich hofften Anleger auf weitere Konjunkturimpulse der Regierung.

Das Ausbleiben konkreter Details bei einer Kabinettssitzung am Freitag enttäuschte aber. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gaben rund ein Prozent nach. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich die Wirtschaft in einem Tauziehen zwischen nachlassender Wachstumsdynamik und zunehmender politischer Unterstützung“, konstatierten die Analysten von Goldman Sachs. Die Investmentbank senkte am Sonntag ihre Prognose für das Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr von 6,0 auf 5,4 Prozent und schloss sich damit anderen Großbanken an.

Im Blick hatten Anleger auch den Besuch von US-Außenminister Antony Blinken in Peking. Offen blieb, ob Blinken dabei auch den chinesischen Präsidenten Xi Jinping trifft. In Tokio gab der Nikkei-Index nach dem jüngsten Sprung auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten um ein Prozent auf 33.370 Punkte nach.

Yen auf niedrigstem Stand seit November

Die japanischen Märkte legten eine Pause ein, weil wegen eines US-Feiertags ausländische Anleger fehlten, sagte Shigetoshi Kamada von Tachibana Securities. „Aber die Schwäche des Yen gegenüber dem Dollar war ein positiver Faktor für Aktien, insbesondere für reisebezogene Aktien und andere, die von der Inlandsnachfrage unterstützt werden.“

Die japanische Landeswährung Yen schwächte sich auf 141,98 pro Dollar ab und erreichte damit den niedrigsten Stand seit November. Die Bank von Japan hatte zuletzt ihre ultraniedrige Zinspolitik beibehalten und eine Verlangsamung der Inflation im weiteren Verlauf des Jahres prognostiziert.

rtr
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