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Börse AsienChinas Börsen schließen nach enttäuschenden Konjunkturdaten im Minus

Industriewachstum und Konsum blieben hinter den Erwartungen zurück. Die Börse in Shanghai schloss daher im Minus. In Japan klettern Topix und Nikkei auf Rekordwerte. 16.05.2023 - 08:42 Uhr Artikel anhören

Die Anlegerinnen und Anleger in China bleiben trotz enttäuschender Wirtschaftsdaten optimistisch.

Foto: Getty Images; Per-Anders Pettersson

Sydney. Enttäuschende Konjunkturdaten haben die Kauflaune der Aktienanleger in China gebremst. Die Börse in Shanghai verlor am Dienstag 0,5 Prozent, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gab 0,6 Prozent nach.

Die Daten deuteten an, dass die Erholung der chinesischen Wirtschaft an Fahrt verliere, sagte Commerzbank-Analyst Tommy Wu. Die Industrieproduktion in der Volksrepublik wuchs im April um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und lag damit deutlich unter den Erwartungen einer Reuters-Umfrage unter Analysten, die einen Anstieg von 10,9 Prozent erwartet hatten.

Die Einzelhandelsumsätze blieben ebenfalls hinter den Erwartungen zurück, was vor dem Hintergrund der schwachen Industrie-, Kreditwachstums- und Importindikatoren in China auf eine wackelige Erholung nach der Corona-Pandemie hinweist. Angesichts der schwachen Daten erwarte der Markt, dass die Politik die Wirtschaft stützen werde, um das Vertrauen der Unternehmen zu stärken und das Wachstum anzukurbeln, sagte Marktstratege Kerry Craig von JPMorgan.

Anders als in China ging es an der Börse in Japan deutlich nach oben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann in Tokio in der Spitze ein Prozent auf 29.916 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit November 2021.

Der breiter gefasste Topix-Index kletterte sogar auf ein 33-Jahres-Hoch. Er notierte 0,6 Prozent fester bei 2127,77 Zähler.

Zu den größten Gewinnern zählten die Chip-Werte, darunter Advantest mit einem Plus von mehr als fünf Prozent. Experten zufolge sorgten die Kursgewinne an der Wall Street für Optimismus. Anleger hofften, dass es in den USA bald zu einer Einigung im Schuldenstreit kommen könnte.

Präsident Joe Biden wollte sich noch im Tagesverlauf mit führenden Kongressvertretern treffen. Er zeigte sich optimistisch, dass rechtzeitig eine Vereinbarung zur Anhebung der Schuldenobergrenze erzielt werde, um einen staatlichen Zahlungsausfall abzuwenden. Die monatelange Pattsituation in dem Streit hat auch Sorgen wegen möglicher Folgen für die globale Konjunktur geschürt.

rtr
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