Börse Asien: Nikkei über 30.000 Punkte – Schlechte Konjunkturdaten lasten auf Chinas Börsen
Die Anlegerinnen und Anleger in Asien sind am Mittwochmorgen zurückhaltend.
Foto: Getty Images; Per-Anders PetterssonFrankfurt. Getragen von ermutigenden Wirtschaftsdaten hat die japanische Börse am Mittwoch zugelegt. Der Leitindex Nikkei stieg um 0,8 Prozent auf 30.093 Punkte und knackte damit erstmals seit September 2021 wieder die 30.000-Punkte-Marke. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um 0,3 Prozent.
Die japanische Wirtschaft wuchs von Januar bis März im Jahresvergleich um 1,6 Prozent, Analysten hatten lediglich mit 0,7 Prozent gerechnet. Ein schwächerer Yen gab exportorientierten Werten zusätzlich Auftrieb.
In China lasteten hingegen Konjunktursorgen auf den Kursen. Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Minus, in Hongkong ging es 1,2 Prozent abwärts. Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze waren im April weniger stark gewachsen als erwartet.
Die Analysten von Barclays äußerten Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Erholung im Wohnungsbau und beim Konsum in China. „Peking muss in der zweiten Jahreshälfte möglicherweise eine neue Runde unterstützender Maßnahmen einführen, einschließlich der Senkung der Leitzinsen, um das Wachstum anzukurbeln“, sagte Ting Lu, Chefökonom für China beim Broker Nomura.