Börse Frankfurt: Dax erholt sich vom China-Schock
Frankfurt. Die Anleger atmeten am Donnerstag erstmal durch. Nach zwei turbulenten Tagen und sechs Prozent an Dax-Verlusten beruhigten sich die Gemüter und die Anleger kehrten aufs Parkett zurück. Sie zeigten sich erleichtert darüber, dass die chinesische Notenbank nun Wort hält, ihre konjunkturpolitisch motivierte Abwertung des Yuans nicht weiter forciert und die Währung mehr dem freien Spiel der Märkte überlasst. So konnten sich die Börsianer dem Ende der Bilanzsaison zuwenden. Der deutsche Leitindex rückte zeitweise über zwei Prozent vor. Doch mit der Wall Street trat die US-Zinswende wieder ins Geschehen, am Ende schloss der Dax 0,8 Prozent fester bei 11.014 Punkten.
Aus Washington kam die Nachricht, dass die wöchentlichen Erstanträge für Arbeitslosenhilfe auf ein 15-Jahres-Tief gefallen sind. Insgesamt meldeten 274.000 Menschen in den letzten sieben Tage staatliche Hilfe an, was einen Vier-Wochen-Schnitt von 266.250 Anträgen bedeutet. Hinter der monatlichen Zahl neu geschaffener Stellen außerhalb der Landwirtschaft und der separat ermittelten Arbeitslosenquote sind die wöchentlichen Erstanträge der wichtigste Indikator für den Beschäftigungsstand in den Staaten.