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CoronavirusMärkte in China vor Wiedereröffnung – Experten erwarten Verluste

Seit dem Neujahrsfest sind die Börsen in China geschlossen. Die Zentralbank verspricht für die heutige Wiedereröffnung eine Geldspritze.Dana Heide 02.02.2020 - 20:05 Uhr

Seit dem 23. Januar waren die Märkte in Festland-China geschlossen.

Foto: dpa

Peking. Am heutigen Montag (02.15 MEZ) eröffnen in Festland-China die Märkte wieder. Die Börsen in Schanghai und Shenzhen waren seit dem 23. Januar geschlossen, nachdem die chinesische Regierung die landesweiten Neujahrsfeiertage wegen des Coronavirus verlängert hatte.

Es werde keine weiteren Verzögerungen geben, zitierte die Zeitung der regierenden Kommunistischen Partei „People’s Daily“ führende Mitarbeiter der Wertpapieraufsicht. Die Abendsitzungen des Futures-Handels würden jedoch ab Montag ausgesetzt. Short-Selling soll ebenfalls weiterhin nicht möglich sein.

Experten rechnen für den Montag mit Kursverlusten. Die weltweiten Märkte werden aktuell durch das Coronavirus gedämpft. So schloss der Dax am Freitag im Minus. Am Mittwoch hatte die Hongkonger Börse erstmals nach dem chinesischen Neujahrsfest wiedereröffnet und deutliche Verluste erfahren. Konjunktursorgen wegen des neuen Krankheitserregers werden die Börsen wohl auch in der neuen Woche beeinflussen.

Chinesische Behörden versuchten, die Anleger zu beruhigen. Am Sonntag teilte die chinesische Zentralbank mit, dass sie zur Gewährleistung von ausreichend Liquidität und einem funktionsfähigen Geldmarkt am Montag sogenannte Reverse-Repo-Geschäfte durchführen wird in Höhe von 1,2 Trillionen Yuan (Renminbi), umgerechnet 156 Milliarden Euro.

Die Zentralbank mache dies, „um sicherzustellen, dass die Aktienanleger nicht zu sehr in Panik geraten, wenn der Markt wieder geöffnet wird“, sagte Tommy Xie, ein Ökonom bei Oversea-Chinese Banking.

Am Dienstag hatte Chinas oberste Wertpapieraufsichtsbehörde in einer Mitteilung Wertpapierfirmen dazu aufgerufen, ihre Anleger dazu anzuleiten, die Auswirkungen des Coronavirus „rational und objektiv“ zu bewerten und „sich an das Konzept der langfristigen Investitionen und der Wertanlage zu halten“.

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