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Dax aktuellDax schließt vor Fed-Entscheid unter 18.000-Marke

Die Inflation in der Euro-Zone beeindruckt die Investoren nicht. Vor dem Zinsentscheid am Mittwoch der US-Notenbank Federal Reserve verkaufen die Anleger ihre Aktien. Der Dax schließt deutlich im Minus. Felix Stippler 30.04.2024 - 17:24 Uhr
Der Dax liegt am Dienstag im Minus. Foto: Bloomberg Creative/Getty Images [M]

Düsseldorf. Der deutsche Leitindex reagiert kaum auf die Inflationsdaten im Euro-Raum. Zum Handelsende notiert der Dax bei 17.932 Zählern und damit rund ein Prozent deutlich unter dem Schlusskurs des Vortages. Am Montag war der Dax mit einem leichten Minus aus dem Handel gegangen. Der Kurs des Leitindex gab am heutigen Dienstag allerdings schon vor der Veröffentlichung der Teuerungsrate nach.

Die Anleger scheinen derzeit unentschlossen über die Richtung des Dax. Von den bislang 20 Handelstagen seit den Osterfeiertagen schloss der Index zehnmal mit Gewinnen und zehnmal mit Verlusten, wie Thomas Altmann von GC Partners analysiert. Die vergangene Woche beendete der Dax mit Gewinnen. Es war die erste positive Woche, nach drei vorangehenden mit Verlusten. 

Doch schon in den nächsten Tagen könnten Hinweise zur weiteren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Federal Reserve dem Dax neue Impulse geben. 

Denn in den USA entscheiden die Notenbanker am Mittwoch erneut über die Zinsen. Aber wegen des morgigen Feiertags setzt der Handel am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch aus. Auch deshalb glaubt Altmann, dass die Anleger sich eher zurückhalten werden.

„Im Vorfeld der US-Zinssitzung am Mittwoch und des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag ist die Angst, sich jetzt auf der falschen Seite zu positionieren, groß“, schreibt er in seiner täglichen Analyse. Der Arbeitsmarkt in den USA zeigte sich in der Vergangenheit robust, was gegen bald sinkende Zinsen spricht. Am Dienstag wurde ebenfalls bekannt, dass die Löhne und Sozialleistungen in den USA im ersten Quartal des Jahres stärker gewachsen sind als zunächst erwartet.

Außerdem sind die Inflationszahlen in den USA in drei aufeinanderfolgenden Monaten höher ausgefallen, als ursprünglich gedacht. 

Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone stiegen indes im April um knapp 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ökonomen hatten mit dieser Zahl gerechnet. Die Rate lag im März ebenfalls bei 2,4 Prozent. Zudem wurden Daten zur deutschen Konjunktur veröffentlicht: Im ersten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent angestiegen.

Das Inflationsziel der EZB liegt bei zwei Prozent. An den Märkten rechnen die Anleger dennoch fest damit, dass die Zentralbank ihre erste Zinssenkung für Juni geplant hat. Anders sieht das bei der Federal Reserve aus. Während Anleger noch am im Dezember von bis zu sechs Zinssenkungen im laufenden Jahr ausgegangen sind, erwarten sie inzwischen nur noch bis zu zwei Zinssenkungen.

Das sagt die Charttechnik

Aus Sicht der Charttechnik geht es für den Dax nun darum, einen Aufwärtstrend zu etablieren. Das könnte der Leitindex schaffen, indem er die Marke von 18.051 Zählern hält. Sollte er das schaffen, würde der Index seinen Abwärtstrend verlassen und sich wieder stabilisieren, sagt Martin Utschneider, Leiter Technische Analyse bei Finanzethos. Im Nachmittagshandel notiert der deutsche Leitindex weiter unter dieser Grenze und fiel kurzzeitig unter die Schwelle von 18.000 Punkten, erholte sich aber wieder. 

Die Experten von HSBC Deutschland betonen die Marke von 18.226 Punkten, das Tageshoch des vergangenen Mittwochs. Wenn der Dax diese Hürde überwindet, könnte er wieder auf das Rekordhoch von 18.567 Punkten zusteuern. 

Einzelwerte im Fokus

Autowerte: Die deutschen Autobauer gehören zu den größten Dax-Verlieren des Tages. Die Aktien von Mercedes und Volkswagen sinken, nachdem die beiden Konzerne ihre Ergebnisse vorgestellt haben. Die Gewinne der beiden Unternehmen sind im ersten Quartal eingebrochen.

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Gewinneinbruch bei Mercedes – Autobauer hadert mit seinen E-Autos

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Die Mercedes-Aktie gibt um knapp 5,5 Prozent nach, jene von Volkswagen um 4,8 Prozent. Auch die Papiere von Porsche und BMW fallen um 3,1 und 3,9 Prozent. 

Vonovia: Deutschlands größter Immobilienkonzern erwartet ein Ende des Preisverfalls bei Immobilien. „Die Talsohle bei der Wertentwicklung ist praktisch greifbar“, sagte Vonovia-Chef Rolf Buch am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Die Aktie steigt um mehr als 3,8 Prozent. 

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