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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street schließt uneinheitlich – Fahrdienst Didi mit erfolgreichem Börsendebüt

Besser als erwartet ausgefallene Beschäftigtenzahlen einer privaten Agentur stimmen die US-Anleger positiv. Offizielle Arbeitsmarktdaten werfen jedoch Schatten voraus.
30.06.2021 Update: 30.06.2021 - 23:00 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die US-Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Der Standardwerteindex Dow Jones ging 0,6 Prozent höher auf 34.502 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 14.503 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 4297 Punkte zu und erzielte eine neue Bestmarke.

Die besser als erwartet ausgefallenen Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP stützten die Märkte. Anleger richteten ihre Blicke allerdings bereits auf die offiziellen Daten am Freitag, die in den vergangenen beiden Monaten hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien, sagte John Brady, Manager beim Brokerhaus R.J. O'Brien & Associates. „Eine dritte Enttäuschung würde die Tatsache untermauern, dass die wirtschaftliche Erholung an Dynamik verliert.“

In den vergangenen Monaten eilte die Wall Street dank billionenschwerer Konjunkturprogramme der US-Regierung und der Notenbank Fed von Rekord zu Rekord. Der S&P 500 gewann seit Jahresbeginn gut 14 Prozent und stand damit vor seinem zweitbesten Ergebnis in einem ersten Halbjahr seit 1998. Dem Nasdaq winkte mit einem Plus von fast 13 Prozent das zweitbeste erste Halbjahr seit 2003. Der Dow Jones rückte in den vergangenen Monaten ebenfalls knapp 13 Prozent vor. Für ihn ist es das zweitbeste Auftakthalbjahr seit 1999.

Unterdessen stieg am Rohöl-Markt der Preis für die US-Sorte WTI einen Tag vor den Beratungen der Opec+ über eine Lockerung der Förderbremse um gut ein Prozent auf 73,75 Dollar je Barrel (159 Liter). Insidern zufolge wollen die großen Export-Staaten über eine Verlängerung ihrer bis April 2022 laufenden Förderquoten-Regelung diskutieren. Experten gehen davon aus, dass die Staatengruppe wegen der anziehenden Nachfrage am Donnerstag eine Anhebung der Fördermenge um 500.000 Barrel pro Tag beschließen wird.

Vor diesem Hintergrund stiegen Investoren bei Ölkonzernen wie Exxon und Chevron ein, deren Aktien sich um jeweils ein knappes Prozent verteuerten. Die Titel von ConocoPhillips legten sogar 3,1 Prozent zu. Der Öl- und Gasförderer stockt seine Aktienrückkäufe um eine Milliarde Dollar auf. Außerdem stellte er höhere Einsparungen durch die Übernahme des Konkurrenten Concho in Aussicht. Gleichzeitig peilt der Konzern geringere Investitionen und niedrigere Kosten an.

Blick auf die Einzelwerte

Bed Bath & Beyond: Die Papiere von Bed Bath & Beyond stiegen mehr als elf Prozent. Der Gewinn des Einrichtungshauses blieb im abgelaufenen Quartal mit 0,05 Dollar je Aktie zwar hinter den Erwartungen zurück. Für das laufende Quartal stellt die Firma aber 0,45 bis 0,55 Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr peilt sie 1,40 bis 1,55 Dollar an. Bed Bath & Beyond gehört zu den „Meme"-Aktien. Darunter verstehen Börsianer Werte, bei denen sich Kleinanleger in einschlägigen Internet-Foren gegenseitig zum Kauf ermuntern. Das bekannteste Beispiel ist der US-Videospielehändler GameStop.

Cuentas: Zur Gruppe der „Meme"-Aktien zählt auch Cuentas. Die Aktien des Anbieters von Finanzdienstleistungen über das Smartphone sprangen 123 Prozent in die Höhe.

Didi: Der chinesische Fahrdienst-Vermittler Didi wurde bei seinem Debüt an der New Yorker Börse mit 80 Milliarden Dollar bewertet. Der erste Kurs der zu 14 Dollar ausgegebenen Hinterlegungsscheine (ADS) wurde mit 16,65 Dollar festgestellt. Das sind 19 Prozent mehr als der Ausgabepreis von 14 Dollar, der bereits am oberen Ende der Preisspanne gelegen hatte. Am Ende ging die Aktie mit 14,14 Dollar aus dem Handel.

Curevac: Der Corona-Impfstoffkandidat des Tübinger Unternehmens Curevac zeigt laut den Ergebnissen der finalen Analyse eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg. Das teilte Curevac am späten Mittwochabend in Tübingen mit. In der Mitte Juni veröffentlichten Zwischenanalyse war von einer vorläufigen Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung „jeglichen Schweregrades“ die Rede gewesen. Die Curevac-Aktie fällt nachbörslich um mehr als 10 Prozent.

Constellation Brands: Der Alkoholika-Hersteller Constellation Brands hob sein Jahresgewinnziel für 2021/22 an, was der Aktie ein Plus von 1,3 Prozent bescherte. Der Lebensmittelhersteller General Mills überzeugte mit einem besser als erwarteten Quartalsergebnis je Aktie, woraufhin dessen Papiere um 1,5 Prozent zulegten.

Intellia Therapeutics: Der Pharmaspezialist für die gentechnische Crispr-Methode Intellia Therapeutics will 4,1 Millionen Stammaktien zu 145 Dollar je Stück platzieren. Das Interesse an den Papieren scheint weiter groß, denn nachdem die Aktien zu Wochenbeginn wegen „bahnbrechender klinischer Daten“ um rund 50 Prozent nach oben schossen, rückten sie nun um knapp 7 Prozent auf 161,91 Dollar vor. Die Anteilsscheine der Rüstungshersteller Lockheed Martin und Raytheon Technologies zogen um jeweils rund ein Prozent an und profitierten von Großaufträgen aus der Schweiz.

Walmart: Walmart waren mit plus 2,7 Prozent Dow-Favorit. Der Einzelhandelskonzern schloss eine strategische Partnerschaft mit Ibotta, einem Unternehmen für mobile Technologie. Damit will er für seine Kunden ein neues digitales Programm für Sparangebote auf Walmart.com und der Walmart-App bieten.

Mehr: Anleger positionieren sich für einen ruhigen Sommer – Crash ist unwahrscheinlich.

  • rtr
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