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Dow Jones, S&P 500, NasdaqWall Street schließt dank Technologie-Werten im Plus – S&P 500 steigt auf Rekordhoch

Die wichtigsten Indizes an der Wall Street schlossen am Freitag im Plus. Neben den Chipherstellern profitiert auch Super Micro Computers von dem Technologie-Boom. 19.01.2024 - 23:39 Uhr aktualisiert

Düsseldorf. Eine Rally bei wichtigen Technologiewerten hat die US-Börsen zum Wochenschluss ins Plus gehievt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag 1,1 Prozent höher auf 37.863 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte um 1,7 Prozent auf 15.310 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,2 Prozent auf 4839 Punkte zu.

Die gute Stimmung der Anleger nach der optimistischen Prognose des taiwanischen Chipriesen TSMC vom Donnerstag hielt an. Das Unternehmen erwartet dank der anhaltenden Nachfrage nach Chips für die Künstliche Intelligenz (KI) ein Umsatzwachstum von rund 25 Prozent.

Die Papiere der Rivalen AMD, Nvidia und Marvell bauten ihre Gewinne vom Vortag aus und stiegen um 4,2 bis 7,1 Prozent. Die US-notierten TSMC-Papiere lagen rund ein Prozent im Plus. „Der KI-Boom scheint in der Tat die nächste große Welle des technologischen Wandels zu sein“, sagte Aaron Clark, Portfoliomanager bei der Investmentfirma GW&K. „Allerdings ist es noch etwas zu früh, um das Ausmaß und den Zeitpunkt der Auswirkungen zu bestimmen.“

Shutdown vorerst abgewendet - Zinsen weiterhin im Blick

Außerdem hat der US-Kongress das von Wirtschaft und Finanzmärkten gefürchtete Szenario eines teilweisen Regierungsstillstands abgewendet. Als zweite Parlamentskammer verabschiedete das Repräsentantenhaus am Donnerstag das bereits vom Senat gebilligte Übergangsgesetz zur Zwischenfinanzierung des Regierungshaushalts. „Anleger können dieses Thema nun wieder bis Anfang März ausblenden, bevor die Frist der nächsten Übergangslösung wieder abläuft“, kommentierte Konstantin Oldenburger, Analyst vom Broker CMC Markets.

Die Investoren versuchten auch, die zuletzt zunehmend „hawkischen“ Aussagen der Vertreter der US-Notenbank Fed in Bezug auf ihre künftige Geldpolitik zu interpretieren. Austan Goolsbee, Chef des Fed-Bezirks Chicago, schloss am Freitag Zinssenkungen bei überraschend stark sinkender Inflation zwar nicht aus.

Man müsse allerdings abwarten, bis mehrere Daten den Trend eindeutig bestätigen. Laut US-Währungshüterin Mary Daly liegt noch viel Arbeit vor der Notenbank Federal Reserve (Fed), um die Inflation wieder auf das Zwei-Prozent-Ziel zu bringen.

Am Ölmarkt setzten die Preise indes ihre Achterbahnfahrt fort. Die Nordsee-Sorte Brent und die leichte US-Sorte WTI drehten nach einem unruhigen Handelstag erneut ins Minus. Mit 78,53 beziehungsweise 73,39 Dollar pro Barrel (159 Liter) waren sie erneut jeweils knapp ein Prozent billiger als am Vortag.

Der Markt reagiere weiterhin empfindlich auf die Ereignisse in Nahost, sagte Craig Erlam, Analyst vom Handelshaus Oanda. Gleichzeitig gebe es aber auch Risiken wie etwa das Schwächeln der Weltwirtschaft, die die Preise nach unten ziehen könnten.

Blick auf Einzelwerte:

Apple: Der Aktienkurs des Hard- und Softwareherstellers steigt leicht um 0,6 Prozent und notiert damit bei 190 Dollar. Apple hatte am Freitag den Vorverkauf seiner Computer-Brille gestartet, mit der der Konzern zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt in eine neue Produktkategorie eintritt.

Das Gerät mit dem Namen Apple Vision Pro kommt am 2. Februar für 3500 Dollar auf den Markt. Nutzer können mit der Brille digitale Inhalte innerhalb ihrer realen Umgebung wahrnehmen. Apple macht damit dem hinter Facebook stehenden Social-Media-Marktführer Meta Konkurrenz.

iRobot: Eine Übernahme durch Amazon steht vor dem Scheitern. Die Aktien brachen um knapp 27 Prozent auf ein Rekordtief von 16,74 Dollar ein. Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union (EU) wollen einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge die 1,4 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Staubsaugerroboter-Herstellers blockieren.

Der Techsektor ist seit mehreren Monaten das dominierende Thema an der Wall Street. Gute Quartalsergebnisse und positive Analystenkommentare rücken nun auch wieder KI-Werte in den Fokus, erklärt Markus Koch.

Microsoft: Die Aktie des Softwareanbieters notiert mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 395 Dollar. Im vorbörslichen Geschäft erreichte Microsoft ein neues Allzeithoch 394,03 Dollar. Die US-Investmentbank Bank of America erhöhte das Kursziel von 430 auf 450 US-Dollar und bekräftigte ihre Kaufbewertung.

Analysten schauen positiv auf die kürzlich verkündete Partnerschaft mit Vodafone. Analyst Bras Sill prognostiziert eine Beschleunigung des Umsatzwachstums von Microsoft. Er hat deshalb seine Umsatzprognose angepasst. Auch die Analysten von Exane BNP schauen positiv auf die Aktie. Sie hoben ihre Einstufung von „Neutral“ auf „Outperform“ an und passten ihr Kursziel auf 471 US-Dollar an.

>> Lesen Sie dazu auch: Microsoft und Vodafone im KI-Fieber

Super Micro Computer: Bereits 2023 performte der Hersteller von Hochleistungsservern für Rechenzentren im US-Small-Cap-Index Russell 2000 überdurchschnittlich. Mittlerweile ist die Aktie das größte Schwergewicht in dem Aktienindex.

Am heutigen Freitag notiert der Kurs bei einem Plus von rund 21 Prozent. Anleger haben Grund zu hoffen, dass es 2024 so weitergeht. Hierfür spricht auch die aktuell sehr positive Bewertung von Unternehmen im Technologie-Sektor.

Plug Power: Der Aktienkurs ist seit Jahresbeginn um 49 Prozent gefallen. Die Papiere des Wasserstoffspezialisten legen heute erstmals seit Langem wieder zu. Power Plug notiert 4,5 Prozent im Plus. Damit erholt sich die Aktie etwas von ihrem Einbruch zur Wochenmitte: Am Mittwoch teilte das Unternehmen mit, eine Vereinbarung mit dem Broker B. Riley über den Verkauf von neuen Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde US-Dollar geschlossen zu haben.

Riley würde demnach von Zeit zu Zeit Aktien bei günstigen Marktbedingungen verkaufen. Investoren zeigten sich über die Verkündung bestürzt. Das Management verkündete außerdem, dass Barmittel zur langfristigen Finanzierung fehlen würden.

Travelers: Eine positive Überraschung beim Finanzbericht von Travelers trieb die Aktie dagegen auf ein Allzeithoch. Die Titel des US-Versicherungskonzerns springen um 6,7 Prozent auf 211,67 Dollar und sind damit so teuer wie nie. Höhere Investitionserträge und geringere Katastrophenverluste trugen dem Unternehmen zufolge zu einer Verdoppelung des Gewinns für das vierte Quartal bei.

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State Street: Auch die jüngsten Geschäftszahlen von State Street kommen bei den Anlegern gut an. Die Papiere des US-Finanzdienstleisters kletterten um 2,1 Prozent. Das Unternehmen verzeichnete im vierten Quartal einen bereinigten Gewinn von 2,04 Dollar pro Aktie. Von LSEG befragte Analysten waren im Schnitt von 1,83 Dollar ausgegangen.

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