Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Zollsorgen drücken US-Börsen - Apple auf Talfahrt
Düsseldorf. Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump haben die Angst der Anleger vor einem globalen Handelskrieg wieder aufflackern lassen. Die Verluste an den US-Aktienmärkten hielten sich jedoch in Grenzen, da Anleger die Aussagen hauptsächlich als Verhandlungstaktik einstuften. Vor dem langen Wochenende dünnten sich zudem die Handelsumsätze aus, da die US-Märkte am Montag wegen des Memorial Day geschlossen sind.
- Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert 0,6 Prozent im Minus bei 41.603 Punkten.
- Auch der breit gefasste S&P 500 verliert 0,7 Prozent und notiert bei 5803 Zählern.
- Der technologielastige Nasdaq gibt 1,0 Prozent ab und notiert bei 18.737 Punkten.
Trump plädierte für Zölle von 50 Prozent ab dem 1. Juni für Waren aus der Europäische Union. Mit der EU sei es schwierig, über das Thema Handel zu reden, schrieb Trump am Freitag in einem Beitrag auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Es werde keine Zölle geben, wenn das jeweilige Produkt in den USA hergestellt werde.
„Die Europäische Union, die in erster Linie gegründet wurde, um die USA im Handel auszunutzen, ist sehr schwierig zu handhaben“, kritisierte Trump. „Unsere Gespräche mit ihnen führen zu nichts“, schrieb er.
Zolldrohung könnte auch US-Konjunktur belasten
Obwohl die US-Börsen gegenwärtig Gewinne einstreichen, glaubt Ross Mayfield, Anlagestratege bei Baid nicht, dass die Phase nachhaltig negativ bleibt. Zu CNBC sagte Mayield: „Wir haben diesen deeskalierenden Rückenwind seit etwa sechs Wochen – und der Markt hat eine seiner besten sechswöchigen Phasen der letzten 75 Jahre hinter sich – und eine erneute Eskalation der Handelskriegsrhetorik gefährdet dies.“ Allerdings glaube er nicht, dass der Markt die Tiefstände erneut testen würde. Dennoch: „Aber aus Marktsicht ist dies sicherlich ein Schritt in die falsche Richtung“