Märkte Asien: Chinesische Börsen zum Wochenstart schwächer
Singapur/Guangzhou. Unklarheiten über den weiteren Kurs der US-Notenbank Fed in den USA hat den Börsen in Asien zum Wochenauftakt eine uneinheitliche Tendenz beschert. Während der südkoreanische Leitindex Kospi am Montag um 0,2 Prozent nachgab, notierte die Börse in Shanghai nahezu unverändert bei 3836 Punkten.
Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gab leicht nach und lag bei 4447 Zählern. An der Börse in Tokio wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt.
Im Fokus standen zudem die angespannten Beziehungen zwischen China und Japan. Auslöser sind Äußerungen der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zu Taiwan. Auf der Automesse in Guangzhou zeigten sich chinesische Kunden davon jedoch unbeeindruckt. „Wirtschaft ist Wirtschaft, Politik ist Politik, und beides sollte nicht vermischt werden“, sagte ein Kaufinteressent bei Honda. Trotz der Spannungen bleibt China für japanische Autobauer wie Nissan ein wichtiger Markt und Produktionsstandort.
An den Devisenmärkten stand derweil der Yen im Mittelpunkt, der in der Nähe eines Zehn-Monate-Tiefs verharrte. Händler sind wachsam bezüglich möglicher Interventionen der japanischen Behörden zur Stützung der Währung. „Der Dollar-Yen wird definitiv weiter steigen, auch wenn man versucht zu intervenieren“, sagte Saktiandi Supaat, Devisenstratege bei Maybank. „Ich glaube nicht, dass sie die Richtung aufhalten können, vielleicht nur das Tempo.“