Nikkei, Topix, CSI-300: Asiatische Börsen im Handelsverlauf mit kräftigen Verlusten
Singapur, New York. Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Handelsverlauf nachgegeben. Kursschwankungen an der New Yorker Wall Street und ein Rückgang der europäischen Märkte belasteten die Notierungen.
Die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump und die vorsichtige Haltung der US-Notenbank trübten die Risikobereitschaft der Anleger, hieß es.
- Der MSCI-Index für Asien-Pazifik-Aktien außerhalb Japans fiel im frühen Handel um ein Prozent.
- Der japanische Nikkei verlor aufgrund des starken Yen 1,4 Prozent.
- Chinesische Aktien starteten gedämpft in die Sitzung, der Bluechip-Index verlor 0,4 Prozent.
- Der Hang Seng in Hongkong verlor 1,7 Prozent, nachdem er Anfang dieser Woche ein Viermonatshoch erreicht hatte, gestützt durch Technologieaktien.
Der Goldpreis erreichte ein Rekordhoch, der als vergleichsweise sichere Währung geltende japanische Yen legte ebenfalls zu.
„Im Allgemeinen tendieren die Märkte weiterhin nach oben, aber wenn man die letzten Tage kurzfristiger betrachtet, ist das Bild eher gemischt, weil sich die Märkte tendenziell an den neuesten Anzeichen der Trump-Regierung orientieren“, sagte Julian McManus, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors.
Indes erwarten vier von fünf japanischen Firmen einer Reuters-Umfrage zufolge geschäftliche Nachteile durch die Politik von US-Präsident Donald Trump. 86 Prozent der Befragten gaben an, Trumps Maßnahmen würden sich negativ oder eher negativ auf ihr Geschäftsumfeld auswirken. In der gleichen Umfrage im Dezember hatte der Anteil 73 Prozent betragen.
Zinsspekulationen treiben Yen in die Höhe
Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan (BoJ) treiben den Yen zum Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Die US-Währung verliert in der Spitze 0,9 Prozent auf 150,11 Yen. Hajime Takata, Vorstandsmitglied der BoJ, sagte in einer Rede, es sei wichtig, den geldpolitischen Kurs auch nach der Zinserhöhung im Januar weiterhin schrittweise umzustellen.
Takata hielt sich allerdings bedeckt, wie schnell und in welchem Ausmaß die Notenbank an der Zinsschraube drehen könnte. Die japanische Notenbank hat Ende Januar ihren Leitzins auf das höchste Niveau seit 2008 erhöht. Der Satz wurde von 0,25 auf 0,5 Prozent verdoppelt, blieb damit aber immer noch vergleichsweise niedrig.