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Nikkei, Topix & CoBörse in Hongkong schließt 2,8 Prozent im Minus

In Hongkong geben die Kurs nach der feiertagsbedingten Handelspause nach. Die Sorgen um das Coronavirus sind in Asien aber unterschiedlich groß. 29.01.2020 - 08:31 Uhr aktualisiert

Nach einer Studie der Anlagegesellschaft Grüner Fisher haben sich bei früheren Epidemien die Aktien als relativ robust erwiesen.

Foto: AFP

Tokio. Am ersten Handelstag nach dem chinesischen Neujahrsfest geht die Hongkonger Börse in die Knie. Der dortige Leitindex verlor am Mittwoch 2,8 Prozent auf 27.168 Punkte. „Wir sehen hier den klassischen Nachholeffekt“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Die übrigen Aktienmärkte hätten bereits auf den Ausbruch des Coronavirus in China reagieren können.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um knapp ein Prozent. Die Börse in Schanghai bleibt den Rest der Woche geschlossen.

Sean Darby, globaler Aktienstratege bei Jefferies in Hongkong, prognostiziert: „Die nächsten drei bis fünf Tage wird ein maximaler Verkaufsdruck herrschen, weil die Märkte vor dem Mondneujahr im Wesentlichen einen wohlwollenden Blick auf das Virus hatten.“

Bis die Ausbreitung des Virus ihren Höhepunkt nicht überschritten habe, würden sich die Märkte nicht erholen, prognostiziert Darby. Der Ausbruch der neuen Lungenkrankheit wird in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten aber erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen.

Der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Virus, Zhong Nanshan, in einem Mittwoch verbreiteten Interview der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. „Ich denke, in einer Woche oder zehn Tagen wird der Höchststand erreicht werden – und danach wird es keinen Anstiege im großen Stil mehr geben.“

Eine Impfung sieht der Experte so schnell nicht. Die Entwicklung werde drei bis vier Monate oder auch länger dauern. „Frühe Entdeckung und frühe Isolation“ seien entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen.

Viele Anleger an den asiatischen Märkte warten zudem auf die Sitzung der US-Notenbank (Fed) am Mittwochabend. Es wird erwartet, dass die Fed ihren Kurs beibehält, die Zinsen zumindest in diesem Jahr unverändert zu lassen.

Allerdings reagierte nicht der gesamte asiatischen Aktienmärkte mit Kursverlusten auf den jüngsten Anstieg der Virusfälle: Die Börse in Tokio legte zu. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,7 Prozent höher bei 23.379 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,4 Prozent und lag bei 1699 Punkten.

Zu den Favoriten am japanischen Aktienmarkt zählte Nippon Yusen mit einem Kursplus von 3,2 Prozent, Einem Zeitungsbericht zufolge machte die größte Reederei des Landes im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von umgerechnet 167 Millionen Euro. Das ist der höchste Wert seit drei Jahren.

Die Papiere von Unizo verteuerten sich sogar um 6,5 Prozent auf 5530 Yen, nachdem Finanzinvestor Blackstone seine Offerte für den Hotelier auf 5600 Yen je Aktie oder insgesamt umgerechnet 1,6 Milliarden Euro nachgebessert hatte. Blackstone-Rivale Lone Star bietet bislang 5100 Yen je Unizo-Titel.

dpa, HB, rtr
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