Trump-Zollpolitik: Angst vor neuen Verwerfungen an den Börsen
Frankfurt. Die radikale Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hat eine neue Realität an den globalen Börsen geschaffen. Der Anpassungsprozess an diese veränderte Situation ist nach Meinung von Analysten und Wertpapierstrategen noch nicht ausgestanden. Deshalb warnen Experten vor weiteren Turbulenzen an den Märkten.
„Die Zölle haben ein Maß an Unsicherheit in die Märkte gebracht, das wir seit Ausbruch der Covidpandemie nicht mehr gesehen haben“, meint Matt Burdett, Aktienchef beim Vermögensverwalter Thornburg Investment. Und er warnt: „Angesichts der möglichen Folgen für den Konsum und den Welthandel haben die Märkte vielleicht sogar noch zu schwach reagiert, vor allem wenn sich die Zölle als endgültig erweisen sollten.“
Trump hatte am Mittwoch angekündigt, dass er einen Basiszollsatz von zehn Prozent auf alle Importe in die USA und höhere Zölle gegen Dutzende andere Länder erheben werde. Für die EU etwa sollen 20 Prozent gelten, für China sind 34 Prozent zusätzlich vorgesehen.
China kontert mit Gegenmaßnahmen
China kündigte daraufhin eine Reihe von Gegenmaßnahmen an, darunter zusätzliche Zölle von ebenfalls 34 Prozent auf alle US-Waren und Exportbeschränkungen für bestimmte seltene Erden.